Radtour Susi&Felix 2006

Bad Laasphe/ Lahn - Lahnquelle - Wilnsdorf - Betzdorf/Sieg - Eitorf/Sieg - Siegburg - Bonn - Boppard - Remagen - St. Goarshausen - Oestrich-Winkel - Mainz - Mannheim - Heidelberg - Jagsthausen - Crailsheim - Dinkelsbühl - Nördlingen - Donauwörth - Ingolstadt - Regensburg (Nürnberg/Frankfurt/Marburg/Bad Laasphe/Kassel/Magdeburg/Potsdam) - Berlin-Wannsee/Havel

Bilder! Karte

Sonnabend,
24.6.
Wir fahren gegen die Zeit: wir drehen die Zeit zurück. Immer schmaler wird das Lahntal, immer jünger wird die Lahn. Ein wunderbarer Ferienbeginn: die Zeit nicht nur anhalten sondern sogar umkehren. Mit der Sieg werden wir wieder älter werden; aber noch ist es nicht soweit.
Wir sind zur Mittagszeit in Bad Laasphe aufgebrochen, Martin Achatzi hat ein Abschiedsfoto gemacht. Im Jagdhof Glashütte die erste Rast: Himmel un Ääd. Köstlich.
Heute ist der erste Fußball-WM-Tag. 1:0 in Rudersdorf, 2:0 in Wilgersdorf. Dazwischen haben wir bestimmt genauso viel gerackert wie die Deutschen gegen Schweden. Böller und Gesänge in Rinsdorf (Bier her ...)
In Wilnsdorf hat uns die Beschilderung verlassen. So sind wir auf einen neuen Autohof an der A45 geraten. Schöne neue Welt - bloß weg hier. Inzwischen ist es h e i ß ! und bis Betzdorf noch 20 Km.
Dort angelangt, treffen wir einen - auch nach Feierabend und ohne Uniform als solchen zu erkennenden - Polizisten, der uns den Weg zum Breidenbacher Hof weist. Dazu müssen wir die Fahrstühle des Bahnhofs benutzen. So erleben wir auch die ersten Opfer der Fußball-Euphorie, die von Polizei und DRK betreut werden.
Vor dem Hotel bei Wurstsalat und lauer Nacht versucht sich Diana Krall vergeblich gegen "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin" durchzusetzen. Na dann gute Nacht.
71 Km
Sonntag,
25.6.
In Wissen, wo gerade der neue Regio-Bahnhof gebaut wird, beginnt, was den Namen "Siegtalradweg" auch verdient. Satter Aufstieg auf der K61 (Pirzenthaler Straße) nach Bitzen-Dünebusch. Kategorie Abkürzung einer Flussschleife.
Von Hamm/Sieg nach Breslau sind es 942 Km - steht jedenfalls an einer Hauswand geschrieben, die ein heimwehkranker Schlesier gestaltet hat ...
Auf dem Synagogenplatz in Hamm (ohne Synagoge, versteht sich) gibt es keine Radwegschilder (und auch sonst ist er nicht ansehnlich). Das Gefühl - Karte haben wir mal wieder keine - sagt, die Sieg müsse im Tal fließen. Also stürzen wir uns hinab. Unten steht ein Straßenschild und weist den Weg nach Gummersbach. Ei wei. Ein überaus freundlicher alter türkischer Herr mit überaus schlechten Deutschkenntnissen erklärt: "Sieg? Hamm!" Also asten wir wieder hinauf. Oben finden wir immerhin "Die alte Vogtei", ein uriges Romantikhotel. Dort gibt es Rührei mit Pfifferlingen (komisch, immer wenn wir unterwegs sind ...) und eine Gratisvorstellung in Lehrlingspädagogik, weil 'das Melanie' den Kaffee zu langsam gebracht hat ... hoffentlich entspannt sich das Betriebsklima wieder. Mit der Wirtin kommen wir in's Gespräch und sie versichert uns hoch und heilig, wir seien vorhin ganz richtig gefahren: direkt hinter der Kurve mit dem Schild nach Gummersbach sei die Siegbrücke! Dann kopiert sie uns noch ihre Radkarte und wir sind wieder in der Spur.
Bekanntester Sohn des Ortes Hamm ist übrigens Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Und ich hatte das schöne Wort "Raiffeisen" immer für eine passende Metapher zum Genossenschaftsgedanken gehalten ... Tja, nicht jeder Reim ergibt einen Sinn ...
Immer öfter läuft nun der Radweg in den Siegauen. Der Fluß wird jetzt auch von Anglern, Badenden und allerlei Wasserfahrzeugen bevölkert.. Das schwülheiße Wetter treibt die Pferdefliegen zu Höchstleistungen. Susi fürchtet, dass unsere Pferdesalbe, die eigentlich nur die Muskeln pflegen soll, ein übriges tun könnte ...
In Eitorf ist der Himmel schwarz. Wir sind noch keine fünf Minuten im Gasthof "Monschau" untergekrochen, da bricht das Unwetter los. Die Nacht ist dann frisch gewaschen und der Montagmorgen angenehm.
63 Km
Montag,
26.6.
Bei Lützgenauel geht es bergan, obwohl ein asphaltierter Weg am Fluß entlang läuft. Der Überblick, den die Anstrengung ermöglicht, zeigt mal wieder einen Campingplatz (bei Merten) der sich die lästigen Radwanderer vom Leibe halten will und deshalb auch "nach 2 Km Ende" auf dem Weg schriftlich signalisiert.
Nach einem Stück "allgäuer" Kletterpfad stoßen wir auf ein weitläufiges Gestüt. Na gut, auch das liegt auf dem Verlauf des Uferwegs. Aber man hat doch seine Lieblingsgegner ...
Mittagspause in Siegburg unter der St. Michaels-Abtei. "Nordsee" heißt die Küche. Um mit Detlev Buck zu fragen: "Tut das not?" Nein.
Das Gebiet der Siegmündung hat eine interessante Geschichte. Ursprünglich ein wildromantisches Sumpf- und Auengebiet, sollte es im 19. Jh. trocken gelegt und die Sieg schiffbar gemacht werden. Erst seit 1980 wird renaturiert.
In Mondorf besteigen wir die Fähre "Julius", jedoch nicht ohne zuvor andächtig vor dem Findling zu verharren, der die Entfernung nach Netphen an der Sieg verkündet: 144 Km.
Am linken Rheinufer gibt's "Erdbeeren satt". Wir passieren Bonn - Bundeshaus, langer Eugen und Wasserwerk erinnern an geschlagene Schlachten - und ziehen ein in's "Rheinhotel Dreesen". Geld spielt keine Rolle und das Zimmer mit den zwei Balkons zum Rhein ist nobel. Zudem ist der Ausblick viel spannender als das Spiel Ukraine-Schweiz. Ein schönes Hotel. Die wilhelminische Zeit hat doch unbestreitbar ihre guten Seiten gehabt. Das sah offenbar auch der "Gröfaz" so. Er soll mit seinem Gefolge häufig zu Gast gewesen sein. Dies und mehr wußte der nette Hausmeister des "Dreesen" zu berichten. Nach dem Krieg sei es ein französisches Lazarett gewesen. Seitdem hat es einige Schnörkel weniger. Bevor das Hotel errichtet wurde, befand sich an der Stelle ein Haltepunkt für Treidelschiffe. Von unserem Balkon konnte man noch die alte, mit Säulenbasalt befestigte Rampe erkennen. Eindrucksvoll auch die Nachbarschaft: Eine Villa, befestigt wie ein Hochsicherheitsgefängnis - den Namen lassen wir hier mal diskret beiseite.
57 Km
Dienstag,
27.6.
In Remagen nieselt es, gerade genug, ein Eis zu rechtfertigen. In Rolandseck wollten wir eigentlich in Anton Hennings Interieur verweilen, aba det Frühstück war so reichlich jewesen ...
Der Burg Namedy statten wir nur einen Kurzbesuch ab. Dafür bleiben wir in Andernach länger als geplant. Zunächst gibt's mal Spaghetti auf dem Marktplatz. Man schaut sich um, sieht leere Schaufenster und sinniert über die Folgen der Abrüstung - aber nicht lange, denn kaum haben wir den Mariendom erreicht, beginnt es gottserbärmlich zu regnen. Wir retten uns unter eine mächtige Kastanie. Die hält auch eine Weile dicht. Zu uns gesellt sich eine sommerlich gekleidete osteuropäische Familie. Die Kinder sind sichtlich erschrocken - "Mamutschka!" - aber gerade als wir beschließen, sie unter unsere Regencapes zu nehmen, rennen sie davon. Dafür spielt sich zu unseren Füssen eine alttestamentarische Szene ab: Ein Zug von Insekten aller Art bewegt sich gemessenen Schrittes auf den Stamm der Kastanie zu, um in den Furchen der Rinde Schutz zu suchen - während wir unsere Sandalen verfluchen.
Der Regen läßt schließlich nach und wir radeln durch den eindrucksvollen Hafen von Andernach, wo jede Menge coils verladen werden. Wir unterqueren eine Eisenbahnbrücke, die wie die intakte Schwester der legendären Brücke von Remagen aussieht. Dahinter sehen wir Mitarbeitern des Fischereiverbandes zu, die eimerweise quicklebendige Aale im Rhein aussetzen. Es kann ja auch mal so rum gehen ...
Zwischendurch gibt's immer mal wieder Futter für den "Zwiebelfisch": An "Carmen's Grillstübchen" beginnt man sich ja schon zu gewöhnen, aber was ist ein "Naturbiergarten"?
In Koblenz überqueren wir Mosel und Rhein. Die Feste Ehrenbreitstein leuchtet in der Abendsonne und entbehrt unverdrossen ihrer Daseinsberechtigung: Kein Franzmann auf dem Feldzug weit und breit. Gegen 19 Uhr erreichen wir das von Griechen tiptop instandgesetzte ehrwürdige Hotel "Parthenon", ehemals "Zum weißen Ross" in Lahnstein, direkt an der Lahnmündung gelegen. Vor zwei Jahren waren wir schon einmal hier, da konnte man noch den Himmel durch's Dach sehen.
E i n e n Sieg feiern die Franzosen doch noch: 2:1 über Spanien. Mit einem Glas Retsina im Garten läßt es sich aushalten.
64 Km
Mittwoch,
28.6.
Mit der "Nixe" setzen wir über den Rhein. Der Schiffer ist ganz allein und hat die Ruhe weg: Die Manöver klappen reibungslos; und weil wir stromaufwärts weiter wollen, fährt er uns einen Steiger weiter als Stolzenfels. Danke! An Bord ein Großvater mit seinem Enkel. So erfahren wir, dass bis 1960 auf dem Rhein Schlepper mit bis zu sieben (!) Kähnen unterwegs waren. An den letzten Kahn konnte man sich als Schwimmer anhängen, ein Stück Bergfahrt genießen und sich zurücktreiben lassen.Ohne Zustimmung der Flussschiffer, versteht sich. Zu hören bekommen wir auch noch die erschröckliche Geschichte vom Fräulein auf dem Turm der Burg Lahneck . Ein englischer Schriftsteller mit Frau und Tochter soll in der Gegend geweilt haben. Das romantisch veranlagte Töchterlein hat wohl die Burg allein erforscht, den Turm erklommen und den Rückweg nicht geschafft. Zu allem Unglück gelang es ihr nicht, sich bemerkbar zu machen. Die Eltern suchten ihre Tochter überall - nur nicht im Turmzimmer. Nach 10 Jahren fand man das Skelett nebst den Aufzeichnungen ihrer letzten Stunden ..Hier gibt es die ganze Geschichte.
Es gibt noch Reste der alten gepflasterten Rheinuferstraße (in aller Bescheidenheit: ein besonders schöner link ;-). Über die geht es nach Boppard, vorbei an der Marksburg. Da sind wir als Schüler durch die Fluchtgänge gekrochen. In Boppard vertauschen wir die Sättel mit dem Sesselbahnsessel und erklimmen das Gedeonseck auf dem Hirschkopf. Dort genießen wir den fulminanten Blick auf die große Rheinschleife und den "Vierseenblick", den man erhält, wenn man sich die Aussicht von ein paar Hügeln verstellen lässt. Ein Scherz? Eigentlich eine Illusion: Ein Hauch von Schweiz als Modelllandschaft, einschließlich Eisenbahn- und Schiffsverkehr. Allerdings: Ohne Gottvertrauen und Schwindelfestigkeit kommt man weder hinauf noch wieder herunter. Na denn ....
Anton ruft im richtigen Moment an und fragt, wo wir sind. So, wie der Metzger das Rind als wandelndes Fleischsortiment sieht, hat er Deutschland als Weinkarte im Kopf. Erst, als wir uns auf "Mittelrhein" einigen, weiß er, wo wir sind. Auf den Spuren der Römer wandeln wir - und bleiben im Weinhaus "Königshof" im Rheinhotel "Baudobriga" (der römische Name Boppards) hängen. Sehr traditionsreich, sehr kompetent. Eine Weinprobe hinterlässt einen höchst angenehmen Eindruck vom "Bopparder Hamm". Da müssen wir mal nachhaken. Auf dem Heimweg in unsere klassizistische Villa - im Jahre 1886 als Privathaus errichtet, 5 Zimmer - passieren wir eine Reihe von "Stores", die "Pewterware", Wirtshaushumpen, cuckoo-clocks usw. anbieten, alles zu "discoun't"-Preisen. The "D-A" may live. cheers!!
15 Km
Donnerstag,
29.6.
Jedesmal freue ich mich, wenn ich diesen Satz loslassen kann: "Es war doch nicht a l l e s schlecht!" Nachdem wir die Fähre nach St. Goarshausen - mit dem Loreley-Museum (leider geschlossen) - genommen haben, erreichen wir Kaub. Um auf die Pfalz überzusetzen, benutzen wir ein ehemaliges Boot der DDR-Grenztruppen, das jetzt nur noch Alltagsflüchtlinge jagt. Nä, wat schön! Und wahr! Der Kapitän erzählt es uns: zur Landesgartenschau in Mühlheim wurden 5-6 solcher Patrouillenboote eingesetzt und danach weiterverkauft.
Die Seeräuberei war und ist eine Untat. Die F l u ßräuberei nannte man dezent "Zoll". Sie wurde von Adel und Klerus geschätzt, so sehr, dass der Klerus mit Waffengewalt gegen Ludwig den Bayern, der sich zuvor die Pfalz unter den Nagel gerissen hatte, vorging. Und weil der die Pfalz immer stärker machen musste - die Bischöfe gaben keine Ruhe - sieht sie jetzt so schön aus! Erst die Preußen haben 1867 dem Zollwesen ein Ende bereitet. 1972 sind dann die Felsen in der Fahrrinne gesprengt worden. Damit haben dann die in Kaub ansässigen Lotsen ihr Auskommen verloren. Seither ist leider auch manches Hotel und manche Gaststätte geschlossen worden. - Gott sei Dank aber nicht alle: direkt an der Bahn gibt's Markklößchensuppe und die telefonische Auskunft vom Hotel "Nägler" in Oestrich-Winkel, dass sie noch ein Bett für uns frei haben. Auf der B42 machen wir Tempo, natürlich mit Helm, der historische Freistaat Flaschenhals ist schnell vorbei, es geht auch mal in die Weinberge, aber schließlich landen wir auf der hier schon einmal gerühmten Terrasse des "Nägler". Ein traumhafter Blick über den Rhein, die Beschattung ausschließlich mit Yacht-Zubehör als liegende Segelfläche ausgeführt, Spitzenküche, nette Bedienung, köstlicher Wein - und, beim Blick auf den Parkplatz des Hauses, das erhebende Gefühl, aus eigenen Leibeskräften hier zu sein. In der ARD ein Debütfilm: "Schöne Frauen". (Wo gibt's diese Nachttischlampen, die bei bloßer Berührung leuchten??)
54 Km
Freitag,
30.6.
Mit der Fähre nach Ingelheim. Obstplantagen, so weit das Auge reicht. Johannisbeeren am Wegesrand. Die lange laute Rheinallee bis in die Mainzer Innenstadt. Schnurgerade und sicher auch römischen Ursprungs, s.o. Die Leut spresche mit einer gewissen Hemmungslosigkeit hessisch; diese Sprache kommt auch mit nicht-mundartlichen Begrifflichkeiten zurecht. Aufgeschnappte Brocken im Gartenlokal: "Mit Ssischerheid", "tabbula rasa in meim Küscheschrank" etc.
Zuerst auf dem Treidelpfad, dann durch weite Weinberge geht es bei hochsommerlichen Temperaturen nach Nierstein und weiter nach Oppenheim. Wir statten St. Katharinen einen Besuch ab - mit Gedenkminute an ausgebliebenes Unglück - und genießen die Probe auf der schönen neuen Orgel, die morgen zum Konzert erklingen soll. Hier hat Albert Schweitzer gespielt, weiß der Vater zu berichten. Meine Großmutter, Jahrgang 1897, hat für Schweitzer geschwärmt. Ein guter Deutscher nach dem Krieg stand hoch im Kurs, stelle ich mir vor - jedenfalls in bildungsbürgerlichen Kreisen ...
Rechtzeitig zu Beginn des Fußballkrimis Deutschland-Argentinien (5:3 nach Elfmeterschießen) ziehen wir in das empfehlenswerte Hotel Merian ein. Auf dem Marktplatz gibt's dann Oppenheimer Krötenbrunnen und Siegesfeiern.
50 Km
Sonnabend,
1.7.
Über Osthofen nach Worms. Mann, ist das warm. Beim Italiener gibt's wind, Schatten und "Kalbs-Medaglions" - wir lassen aber nur Spaghetti in unsere Körper; im Gegensatz zu Jan Ulrich, der die Tour de France deshalb nicht mitfahren darf. Was wir noch nicht wissen können: Auch der spätere Sieger der Tour hätte mal lieber Kalbs-Medaglions essen sollen ...
Ein freundlicher Fahrradhändler tauscht die Vorderlampe an meinem Rad - die "Reparatur" in der Heimat hat offenbar nicht stattgefunden - und lässt sich erzählen, was wir so treiben. Wir erzählen ihm von der Tour 2005 Bad Laasphe-Prag-Berlin, woraufhin ihm ein anerkennendes "Scheiße" entfährt.
"Ein feste Burg ist unser Gott" in Bronze gegossen: das große Lutherdenkmal. Apropos: Über die Ausstaffierung der südosteuropäischen Hochzeitsgesellschaft schweigt des Sängers Höflichkeit.
Jetzt wird es erst richtig heiß. Das hessische Ried sieht holländisch aus: Die Wiesen an den Altarmen des Rheins platt und eingedeicht. Ein kräftiger Wind steht uns auf der Nase. Die Mannheimer Altrheinfähre wurde 1897 (!) in Neckarsulm gebaut und versieht mit ihrer zweiten Maschine noch täglich - heute auch für uns - ihren Dienst. Damit ist sie die älteste, betriebsbereite Fähre in Deutschland. Wieder ein Ort von Werden und Vergehen: Die Mündung des Neckar.
"Bald gras' ich am Neckar,
Bald gras' ich am Rhein,
Bald hab ich ein Schätzel,
Bald bin ich allein."
In der Mannheimer Schachbrettaltstadt finden wir die Konditorei Wägele (P4,9). Sie gehört zu der Sorte, die wir oft schmerzlich vermissen: Messing, Polster, Damen "aus der Zeit" und ein exquisites Angebot. Auf der Suche nach dem Weg aus dem Labyrinth entdecken noch etwas schönes Altes: Radio Hoffmann (S3,12). Da gibt es alle Tonbandgeräte, Verstärker und Plattenspieler, von denen man vor 30-40 Jahren nur träumen konnte.
Wie weit es wohl heute noch geht?
Bis Heidelberg ist es noch gegangen. Die Hauptstraße bevölkert mit sommerlichen Schönheiten aus aller Herren Ländern. Straßencafés, Straßenmusik, Fahnen in allen Lebenslagen, public viewing allerorten (so heißt das jetzt, wenn Leute zusammen fernsehen). Das Ganze getaucht in eine italienische Nacht. Der Mond leuchtet, das Schloss scheint unversehrt. Frankreich schlägt Brasilien 1:0 und es ist um Mitternacht noch warm. Zum guten Schluß freuen wir uns an Billy Wilders Humor - "aber das ist eine ganz andere Geschichte!" (Für die Experten. Welcher Film endet mit diesen Worten?) Seine Filme sind im Grunde ausgedehnt erzählte jüdische Witze: voller Komik, Trauer und Weisheit.
79 Km
Sonntag,
2.7.
Ab Heidelberg hat der Neckarradweg Bilderbuchqualität: Vierburgeneck, Eberbach, Zwingen-berg. Imposante Schleusenbauwerke, alle bis 1935 fertiggestellt.Waldwege am Fluß entlang, die kleine Kettenfähre in Zwingenberg, Segelboote auf dem Neckar, ein Fußballturnier mit Achtjährigen - die Trainer überbieten sich mit gebrüllten Kommandos; Hundebesitzer sind ein Dreck dagegen. Nicht zu vergessen die Hochseilartistenschule mit Fangnetzen, Fangleinen und Trainern, direkt am Neckarufer.
Es ist schon arg heiß heute. Gegen 20 Uhr kommen wir in der "Sonne" in Jagstfeld unter. Wie der Name schon andeutet, mündet hier die Jagst (wer erinnert sich noch an den Fiat "Jagst"?) und wir beschließen, ihrem Lauf zu folgen, auch wegen des schönen Buches von Bernhard H. Lott, das im Hotel ausliegt.
81 Km
Montag,
3.7.
Mann, ist das warm. Da brauchen die Pfifferlinge schon einen ganzen Liter Apfelschorle. Der wird in Möckmühl eingenommen. Vorher haben wir das Schloss Assumstadt passiert, dessen Park von zahmem Wild (geht das überhaupt?) bevölkert wird. Unsere gute Tat für heute: wir haben eine herabgefallene Kindermütze aufgehoben und per Zwischensprint apportiert, wofür wir mit original bayrischen Komplimenten überhäuft worden sind. Möckmühl übrigens hat seine Stadtmauer erhalten und sehr geschickt und dekorativ integriert.
Jagsthausen liegt an der Deutschen Limesstraße. Vor 1800 Jahren gab es hier ein römisches Kastell und ausgedehnte Zivilsiedlungen. Die Reste sind zu besichtigen.
Im Kloster Schöntal ist Götz von Berlichingen zur letzten Ruhe gebettet. Auf seine alten Tage wollte er sich wohl mit dem lieben Gott gut stellen. Ob der Erfinder der Knittelverse - jedenfalls wird diese Erfindung dem gleichnamigen Abt des Klosters nachgesagt - ihm dabei helfen konnte, ist nicht überliefert.
In Winzenhofen - der Name ist Programm - im Gasthof "Lamm" nimmt man uns freundlich auf. Obwohl Montag und Ruhetag ist, bittet man uns zu Tisch: Zum Familiengrill mit Tom und Emily, den beiden Windelpaketen, die für Unterhaltung sorgen. Wir werden buchstäblich verwöhnt und gehen rund und zufrieden zu Bett.
52 Km
Dienstag,
4.7.
Schon wieder ein heißer Sommertag. Das Bargeld ist alle und der Wirt fährt mich zum Geldautomaten. Am Vortag waren uns zugewucherte Schmalspurschienen am Wegesrand sowie ein verfallener Bahnhof, marode Waggons sowie Plakate von engagierten Eisenbahnfreunden aufgefallen. Ich erfahre, dass das Projekt "Jagsttalbahn" vor einem halben Jahr gestorben ist; gescheitert an 30.000€ für die sieben nötigen Halbschranken der Bahnübergänge. Schade. Und zwanzig Jahre ehrenamtliche Arbeit umsonst. Bis in die Achziger Jahre war die 750mm-Bahn noch gefahren. Heute wäre sie eine Attraktion ...In Dörzbach gibt es schon einen instandgesetzten Bahnhof. Drinnen sehen wir Aufsteller, die verkünden: "Die Jagsttalbahn ist nicht tot. Wir müssen KÄMPFEN!"
Idyllisch die alte Ölmühle an der Jagst, auch in Dörzbach. Auffällig an den Hängen die "Steinriegel", über Jahrhunderte im Schweiße der Landwirtschaft aufgehäuft.
St. Anna zu Mulfingen: Der Glaube an eine Heilquelle hat vor Zeiten Pilgerscharen angelockt. Wenn die Erinnerung an die Wirkungslosigkeit verblasste, schwoll die Pilgerzahl wieder an ...
Der örtliche Supermarkt bietet weder Heil- noch sonst ein Wasser an: Er hält Mittagsruhe. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Unser Glück: am Ort gibt es das Gasthaus Krone. Dort finden wir nicht nur köstliche hausgemachte Maultaschenbrühe sondern auch einen Wirt von hohen Fahrradkompetenzen. Er gibt uns wertvolle Tipps und macht uns sogar eine Farbkopie von der Karte, die den Ostalbweg nach Ulm (den wir dann doch nicht fahren) beschreibt. Das wissen wir aber noch gar nicht und freuen uns über das "missing link". Vielen Dank! Wir finden aber den Weg über die Wiese am Fluß und sparen einen Berg. In Hessenau nämlich, vor dem Gasthaus "Zur Weinbergschänke" geht es rechts in den Wald. An der Gabelung im Wald dann (wichtig!) links halten.
Scheinbar sind wir doch schon ganz schön weit nach Süden vorgedrungen. In Großforst jedenfalls gibt es schon Lamas und Strauße. Kirch b e r g heißt nicht einfach so so; ist aber hübsch und in der "Alten Post" gibt es fließend kalt Wasser und Milkshake. Banane, Erdbeer und Kirsche. Super. Noch 12 Km bis Crailsheim ...uund: geschafft! "Ohne Deutschland fahr'n wir nach Berlin" singen die Italiener. Verdient.
72 Km
Mittwoch,
5.7.
Durch die Wälder - durch die Auen - mit dem Rad bei 32 Grad - für "im Schatten" hat Carl Maria von Weber keine Noten geschrieben. Macht auch nix, Schatten gibt es heute so gut wie nicht. Dafür Schotterwege, so weit das Auge reicht. Crailsheim - Dinkelsbühl - Nördlingen liest sich nachher leicht, war aber vorher schwer zu machen. Diese Zeilen entstehen Gott sei Dank schon im Hotelzimmer vom "Braunen Ross". Knarrende Dielen, Blick auf St. Georg und so viele olle Radios, dass Herr Necker vom Radiomuseum Bad Laasphe leuchtende Augen bekäme. Blick zurück:
Tief in den Wäldern des Nördlinger Rieses, umgeben von Pferdefliegen und bei besorgniserregendem Getränkepegeltiefstand versuche ich meine tapfere Frau aufzuheitern, indem ich über die High-Tech-Radler lästere, die diese Pisten und dieses Wetter wohl zu anstrengend finden.Kaum habe ich - mit mäßigem Erfolg - ausgeredet, kommt uns ein ganz schön fittes Pärchen aus dem Wald entgegen (na, auf Rädern natürlich) - aus Donauwörth, 60 Km von hier. Man tauscht sich aus, unsere Erfahrung mit der hinter uns liegenden Schotterpiste bewegt die beiden, von nun an doch die B25 zu benutzen. Sie hatten eine Weile damit verbracht, einen Liegeradler wieder aufzurichten, genauer, seine Kette zu reparieren. Diesen Herrn treffen wir an einer Wegegabelung hinter Ensingen an. Ein Ire, wie sich herausstellt. Auf die Frage nach dem Woher - Irland natürlich - müssen wir recht dämlich geschaut haben; bis er gesteht, sein Gefährt - ein Trike - mit dem Auto nach Deutschland gebracht zu haben. Wir haben viel gelacht, er hat uns von seinem Wasser gegeben und ich habe mich mit lehrhaften Bemerkungen über das Ries und Meteoriten revanchiert - was ihn, zumal in stets liegender Stellung - eher beängstigt hat. Vielleicht hören wir mal voneinander? Am Kloster in Maihingen haben sich unsere Wege getrennt.
P.S.: Am Abend in Nördlingen auf dem Marktplatz sind wir uns wieder begegnet. Und nun sind wir klüger. John ist ein Pfarrer in Irland. Seine ersten Gehversuche in Deutsch (das er tadellos spricht) hat er schon 1970 in Ober-Ursel bei Frankfurt/M gemacht, er hat ein Patenkind in der Nähe von Görlitz, wir haben eine Flasche Frankenwein zusammen getrunken und haben, wie man so schön sagt, uns prächtig unterhalten. Erst der Gewittersturm hat der Unterhaltung ein Ende gesetzt. Die Stühle des Straßencafés sind geflogen - nur geregnet hat es nicht.
P.P.S.: Neulich haben wir e-mail aus Irland bekommen :-)
65 Km
Donnerstag,
6.7.
Beim Getränkekauf in der Metzgerei am nächsten Morgen: "Des war ja e Wind gewese heut auf Nacht. Und immerzu hats geblitzt - aber koi Donner, drum ach koi Regen -" "S'soll ja viel Bäum umgerissen haben. I wor im Bett un hob bloas so durch a Blinzeln Blitze gesehn - " "Ja und Stühle und Sträucher hat's fortgeblasen - Gemmse mer noch a Semmel ..."
Auf der Römerstraße geht es durch das Ries und über den Kraterrand nach Harburg. Dort lädt der Fürst Wallenstein zur Rast in sein Disneyschloss. In Wörnitzstein gibt es eine Kapelle auf einem Felsen, der kaum größer ist als das Bauwerk darauf. Erstaunlich. Und ein beliebtes Fotomotiv.
Im "Goldenen Hirsch" in Donauwörth habe ich endlich die Bayernhymne verstanden. Wenn sämtliche Glocken ins Doppelbett bollern, gewinnt "Gott mit Dir, Du Land der Bayern" eine hörbare und sogar spürbare Wahrheit. Die Sonnenuhr hat ja bekanntlich zwei Vorteile: Sie zählt nur die heiteren Stunden und macht Nachts auch keine Geräusche. Der gemeine Donauwörther bekommt sein memento mori und den Ruf zur Umkehr so oft um die Ohren, dass ihn immer abwechselnd Schwermut und Schwindel überkommt.
Am Wochenende gibt es aber Gegengift in Form einer 3-tägigen WM-Party mit dem "kleinen Finale" (BILD: "Wir weinen mit euch!")
Genug gelästert. Donauwörth ist eine sehr ansehnliche und mit dem Eurocopter-Werk auch wirtschaftlich erfolgreiche Stadt. Insbesondere die neu gestaltete Wörnitzinsel gefällt uns gut.
36 Km
Freitag,
7.7.
Die einzig brauchbaren Radkarten - die vom BDR aus dem Haupka-Verlag - scheint es nicht mehr zu geben. Warum bloß setzt sich das Bessere oft nicht durch? So müssen wir mit einem "Freizeitführer" vorlieb nehmen, der die Autobahnen n o c h stärker hervorhebt als ohnehin schon üblich. Na ja, die Donau ist zu erkennen ...
Am letzten Tag der zweiten Woche zeigt sich ein gewisser Trainingseffekt. An den Steigungen hängen wir einige Radler ab. Pünktlich zum Start hat der nächtliche Regen aufgehört. In Neuburg an der Donau bekommen wir gleich zwei Hochzeiten geboten. Dazu gibt es Krautwickel und gefüllte Auberginen in der "Blauen Traube". Preiswert und hausgemacht!
Am Jagdschloß Grünau vorbei. Ausgedehnte Ländereien mit einem schönen Gutshof, der die Herren von Grünau versorgt hat, ohne dass sie ihn sehen, hören oder gar riechen mußten. Auf Donaudeichen geht es dahin. Außer dem Bayrischen Armeemuseum, in martialischen Bauwerken untergebracht, der Audi-Akademie und einem netten holländischen Radlerpaar haben wir von Ingolstadt nichts mitbekommen. Durch militärisches Sperrgebiet - das brauchen wir halt ab und zu - vorbei an einem riesigen Kraftwerk und einer Staustufe (Km 2480, dieser Fluß wird erstaunlicherweise von der Mündung zur Quelle gemessen), die die Donau so breit werden lässt, als sei sie schon in Budapest, kommen wir nach Vohburg. Es nieselt und aus Angst vor dem großen Wolkenbruch retten wir uns in die Eisdiele. Weil aber aus dem Gewitter nichts rechtes werden will, wollen wir gerade weiter fahren, als uns ein Mann anspricht, ob wir nicht sein Appartment mieten wollten - für 20€ p.P. incl. Frühstück. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und Feierabend is.
Vohburg hat einen guten Italiener und eine Marktkirche, die gerade zum Rathhaus umgebaut wird. Wenn sie das in Donauwörth wüßten!
79 Km
Sonnabend,
8.7.
Das Bett in unserer Musterwohnung war von Rattan. Ich glaube, der Vietkong hat auch so geschlafen - die weitere Entwicklung ist bekannt. Schlechte Laune soll ja auch agressiv machen ...
Am Kloster Weltenburg ist Massenandrang. Busweise geht es zur Tränke. Dort fließt das Bier seit dem Jahr 1050 - n.Chr.
Wir besteigen die MS Renate und schippern durch den eindrucksvollen Donaudurchbruch - 70 Meter breit und zwanzig Meter tief. Über uns dröhnt die Befreiungshalle. Von der "Renate" aus kann man die Mündung des Ludwig-Donau-Main-Kanals sehen. Bis 1950 war er mit seinen vielen hölzernen Schleusen in Betrieb.
Mittagspause in der "Donaulände" am Jachthafen Kelheim in Kapfelsberg.
In Regensburg beziehen wir das Hotel "Münchener Hof" wie schon im vergangenen Jahr. Das unsere Tour hier zu Ende ist, wird sich aber erst morgen herausstellen. Noch glauben wir, ein Schiff besteigen zu können, das uns nach Passau bringt, wo wir gedenken, ein weiteres Schiff nach Wien zu finden.
68 Km
Sonntag,
9.7.
Tja, der Traum vom mühelosen Schwimmen hat sich zerschlagen. Das einzige Schiff, dass unseren Wünschen perfekt entspricht, liegt zwar abfahrbereit am Kai, sieht auch fantastisch aus, kann aber nur von Amerika aus gebucht werden und genügt, wie mir der Stewart versichert, den allerhöchsten Sicherheitsstandards. Ein Blick auf die patinabehafteten Edelpassagiere unterstreicht seine Auskunft anschaulich. So bummeln wir durch die Stadt, schmarotzen ein wenig bei den Touristenführern, sehen uns eine Oldtimershow an, finden den Italiener mit dem schönen Garten in der Altstadt wieder (ITALIA, Obere Bachgasse 6) und besuchen das kleine Museum im Brückenturm. Sehr eindrucksvoll ist diese Brücke und ihre Geschichte. Besonders im Gedächtnis ist mir das Gefängnis geblieben, das einst mitten auf der Brücke stand: Wer seine Schulden nicht bezahlte, kam dort hinein und konnte durch ein kleines Fenster die Passanten so lange anbetteln, bis er die nötige Summe beieinander hatte: Kreativität und Effektivität gehen da eine schöne Verbindung ein.
Überhaupt die Brücken. Sie werden gebaut um Hindernisse zu überwinden, Handel zu treiben und zueinander zu finden. Sie sind Symbole der Zivilisation, sie stiften Gemeinschaft. Und sie werden zerstört um Hindernisse zu errichten, sich Vorteile zu verschaffen und sich abzugrenzen. Auf unseren Reisen sind wir immer wieder auf zerstörte und wieder aufgebaute Brücken gestoßen. Fast immer war die Zerstörung das Werk der deutschen Wehrmacht am Ende des Krieges. Schlimm der Anblick der Brückenruinen. Remagen z.B. oder die Hindenburgbrücke über den Rhein bei Rüdesheim. Selbst die Steinerne Brücke von Regensburg, fast 900 Jahre alt, hat es getroffen. Kann man davon ableiten, dass der Mensch, was zu tun er in der Lage ist, auch tut? Die Bereitschaft, das Letzte zu opfern, ist jedenfalls keine Erfindung unserer Zeit. Auf der Steinernen Brücke z.B. haben einst die Franzosen gegen die Österreicher gefochten. Als die Franzosen die Überhand gewannen und begannen, die Österreicher ins Wasser zu werfen, beschossen die Österreicher das Getümmel auf der Brücke mit Kanonen - auf Freund und Feind. Zurück auf dem Schlachtfeld blieben die Geschlachteten ...Sieger gab es keine mehr.
Ein Wunder, dass Städte wie Regensburg die Raserei des 2. Weltkriegs überlebt und ihre Schönheit bewahrt haben. Und ein Anti-zivilisatorischer Akt, ein Bauwerk wie die Steinerne Brücke zu zerstören.
Eine Woche nach unserer Abreise ist Regensburg zum Weltkulturerbe ernannt worden. Und Fahnen haben in diesen Wochen endlich mal nichts kriegerisches signalisiert ...
0 Km
Montag,
10.7.
Bis zur Abfahrt des Zuges über Nürnberg, Frankfurt und Marburg nach Bad Laasphe - ich habe buchstäblich keine Lust, mich an die vielen Unannehmlichkeiten zu erinnern, aber ich versichere: es hat sie alle gegeben - haben wir noch etwas Zeit. So statten wir Gloria von Thurn und Taxis einen Besuch ab und erleben eine äußerst informative und kurzweilige Schloßführung. Insbesondere die Schilderung der eher peinlichen Ursprünge und wie sie später ins gloriose gekehrt worden sind, lädt zum Suchen der Parallelen in der Jetztzeit ein.
0 Km
Von Bad Laasphe sind wir - auch auf 4 Rädern ;-) - nach Berlin gefahren und sind dort sicher noch 100 Km geradelt. Also auf Tausend kommen wir locker, wohl! Total:
906 Km